
Bin ich bereit? - Für sie
Jede Frau stellt sich diese Frage selbst und oft auch anderen, mir eingeschlossen. Die Antwort ist meistens sehr viel komplizierter, als es scheint.
In der Biologie ist Geschlechtsreife der Punkt, an dem ein Organismus sich fortpflanzen kann. Das passt für Gras, Würmer oder Vögel und vielleicht sogar für die meisten Säugetiere. Für die menschliche Frau ist es eine unzureichende Beschreibung. Sie scheint zu unterstellen, dass wir bereit sind, sobald die Menstruation eingesetzt hat. In manchen Kulturen gilt das tatsächlich so. Doch in den Kulturen, in denen Mutterschaft schon mit etwa vierzehn erwartet wird, haben Mädchen ein viel höheres Risiko für schwere Komplikationen bis hin zum Tod in Schwangerschaft und Geburt. Das allein sollte uns schon etwas sagen. Betrachten wir die Veränderungen, die eine Frau braucht, um sexuell reif zu sein, als physiologische, psychologische und soziale.
Physiologisch
Die ersten Anzeichen der Reife sind meist ein Anschwellen des Warzenhofs - des breiteren Teils der Brustwarze - und der Beginn des Brustwachstums. Einige Monate später setzt die Menstruation ein und dann die volle Pubertät. Die Veränderungen im Körper reichen viel weiter und dauern viel länger, als den meisten bewusst ist.
Zu Beginn der Pubertät ist die Vagina ein ziemlich starres, unnachgiebiges Organ. Sie ist nur wenige Zellschichten dick und dehnt sich nicht ohne Weiteres. Sie produziert auch noch nicht die natürliche Feuchtigkeit, die bei einer erwachsenen Frau immer vorhanden ist und bei sexueller Erregung stark zunimmt. Etwa fünf Jahre später (mindestens) ist sie ein wunderbar elastisches Organ, dick, kräftig und in der Lage, die Geburt eines Kindes zu bewältigen. Die Hüften sind anfangs schmal, und das Becken hat sich noch nicht abgeflacht und verbreitert - was typisch für einen weiblichen Körper ist. Die Klitoris liegt geschützt unter ihrer Vorhaut, aber du kannst ihre Spitze dort sehen und fühlen, wo die inneren Schamlippen oben zusammenlaufen.
Die Hormonveränderungen in unserem Körper bewirken die Entwicklung unserer primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und formen den voll entwickelten Körper einer Frau. Die Umstellung der Hormone vom Gleichgewicht der Kindheit auf das des Erwachsenenalters dauert mehrere Jahre. Auch die damit verbundenen körperlichen Merkmale verändern sich weiter. Den Abschluss dieser hormonellen Umstellung zu bestimmen ist schwierig und in den späteren Phasen vielleicht auch nicht besonders wichtig. Allgemein gilt: Wenn deine Periode ziemlich regelmäßig geworden ist und kaum mehr als ein Unbehagen bedeutet, haben die Hormone ihr Gleichgewicht gefunden. Das Wachstum kann trotzdem weitergehen. Ich habe nach meinem 20. Geburtstag noch eine ganze Körbchengröße zugelegt. Andere Frauen erleben das ebenfalls, bei den Brüsten und bei anderen Körperteilen.
Das Wachstum in der Jugend braucht Nährstoffe - viele Nährstoffe. Auch wenn du vielleicht nicht im üblichen Sinn wächst, entwickeln sich einzelne Organe (Brüste, Gebärmutter, Vagina, Haare); der Knochenbau verändert sich, die Gelenke entwickeln sich, und der Körper wird ausgesprochen weiblich.
Die Risiken von Sex sind in dieser Zeit sehr hoch. Wenn die Menstruation unregelmäßig ist, ist es der Eisprung auch. Entscheidet sich eine Frau, schon früh in der Jugend sexuell aktiv zu werden, muss sie besonders sorgfältig verhüten, weil sich der Zeitpunkt des Risikos praktisch nicht bestimmen lässt. Manche Frauen haben nicht jeden Monat einen Eisprung; andere mehrmals im Monat; bei manchen beginnt der Eisprung nur an einem Eierstock und nicht am anderen. Du musst davon ausgehen, dass du immer fruchtbar bist.
Wirst du schwanger, bevor deine eigene Entwicklung abgeschlossen ist, entsteht eine Konkurrenz um Nährstoffe. Dieselbe Nahrung, die du für gesunde Knochen und Gelenke brauchst, braucht auch das Baby, um sich normal zu einem gesunden Kind zu entwickeln. Das ist ein Grund, warum Teenagermütter oft untergewichtige oder zu früh geborene Babys bekommen. In dieser Konkurrenz verlieren beide. Die Mutter entwickelt sich nicht natürlich und das Baby auch nicht. Eine Schwangerschaft im Teenageralter braucht eine spezialisiertere Betreuung als eine Schwangerschaft im Erwachsenenalter und sollte immer von einem sorgfältig geplanten Ernährungsplan begleitet werden. Schwangere Jugendliche brauchen frühe medizinische Betreuung am dringendsten und suchen sie am seltensten.
Während sich die primären Geschlechtsorgane entwickeln, wird die Vagina recht bald fähig, einen Penis aufzunehmen. So schockierend deine erste Berührung eines Penis auch sein mag, er ist wirklich ziemlich klein im Vergleich zum Kopf eines Babys. Die Vagina kann für Sex bereit sein, aber noch nicht für eine wichtige Folge davon - die Entbindung. Die Geburt kann einen Kaiserschnitt, einen großen Dammschnitt oder bleibende Schäden an deinen Geschlechtsorganen erzwingen.
Während der Schwangerschaft verschiebt sich die Mischung der Hormone in deinem Körper erneut stark. Da sie sich seit dem Beginn der Pubertät nie stabilisiert hat, werden widersprüchliche Signale an andere Teile deines Körpers gesendet. Deine Brüste haben das Signal zum Wachsen bekommen, doch bevor sie gewachsen sind, bekommen sie das Signal, mit dem Wachsen aufzuhören und Milch zu produzieren. Die Signale für den Umbau des Knochenbaus können nicht vollständig umgesetzt werden, wenn sie darauf umgestellt werden, einen weiteren Körper in deiner Gebärmutter wachsen zu lassen. Zusammen mit der Umleitung der Nährstoffe kann das bei der Mutter lebenslange Probleme verursachen. Die Gelenke bilden sich in der Jugend noch aus und müssen nun ein ungleich verteiltes Gewicht tragen, auf das sie nicht vorbereitet sind. Die möglichen körperlichen Probleme liegen nicht im Sexualleben selbst, sondern in seiner von der Natur vorgesehenen Folge - der Schwangerschaft.
Psychologisch
Die psychischen Auswirkungen eines frühen Einstiegs in Sex werden am wenigsten betont, könnten aber am meisten Schaden anrichten. Jede sexuell aktive Frau kann jedes Mal schwanger werden, wenn sie einen Penis in sich aufnimmt. Wahrscheinlich kontrolliert jede Frau, die das hier liest, bei jedem Gang zur Toilette ihren Slip. Was kommt da aus uns heraus und was könnte es bedeuten? Jede der rund 400 Perioden, die jede von uns hat, bringt eine mögliche Sorge mit sich. Wenn wir versuchen, schwanger zu werden, fürchten wir die kleinen roten Flecken; wenn wir hoffen, nicht schwanger zu sein, sind sie herzlich willkommen. So sehr wir uns während unserer Periode auch beklagen und manchmal wirklich leiden, sie ist jeden Monat ein sehr willkommenes Ereignis. Bleibt sie aus, ist die Botschaft viel schlimmer.
Ich bin sicher, dass jede Frau, die je zum ersten Mal vaginalen Sex hatte, am nächsten Morgen als Erstes denkt: "Ob ich wohl schwanger bin!" So war es bei mir (obwohl ich mich für völlig vorbereitet hielt), und so ist es bei jeder Frau, die ich je danach gefragt habe. (Die Sekretärin der Klinik hat gerade einen Stapel Papiere hereingebracht, und ich habe sie gefragt, was ihr erster Gedanke am Tag nach dem Verlust ihrer Jungfräulichkeit war. Dieselbe Antwort!) Und die Frage wiederholt sich jeden Tag, bis die nächste Periode kommt. Mit 26 ist das ein normaler Teil im Leben einer Frau, und wir haben die möglichen Schritte und Folgen wahrscheinlich schon durchdacht. Mit 16 ist es eine furchtbare Last. Sie wird mit jedem Tag schwerer, bis wir die Flecken sehen, und wenn sie zwei Tage zu spät sind, wird die Last noch schwerer.
Eine junge Frau hier auf der Seite, die sich noch an diesen Teil des Frauseins gewöhnt, schickt mir jeden Monat eine E-Mail, sinngemäß: "Ich glaube, es hätte gestern sein sollen!!!; ich mache mir Sorgen." Das ist eine riesige Last für eine Jugendliche, die noch lernt, wo sie in der Welt ihren Platz hat und wie sie mit unzähligen anderen Details des Frauseins umgehen soll. Für manche ist jeder Monat ein qualvolles Warten. Das zieht Aufmerksamkeit und Energie ab, die sich produktiver nutzen ließen, um sich aufs Leben vorzubereiten. Die eigentliche Ironie ist, dass viele junge Frauen Sex mechanisch mitmachen, damit jemand anderes befriedigt wird, während sie selbst noch nicht erfahren haben, wie sich ein Orgasmus anfühlt.
In meinem Fall beschlossen meine Freundin und ich jeweils, dass "es Zeit war", und machten uns daran, die Verführung unserer festen Freunde vorzubereiten, "bis zum Äußersten." Wir waren fünfzehn und hatten es satt, ständig zu hören, wir sollten unsere Jungfräulichkeit schützen. Nachdem wir ein paar Monate lang gezittert hatten und unsere einzige Befriedigung aus der Selbstbefriedigung zu Hause kam, beschlossen wir, dass es das nicht wert war. Sowohl meine ältere Schwester als auch eine Tante (die uns beide bei den Vorbereitungen geholfen hatten, indem sie Vaginalgel, Kondome usw. kauften) hatten uns vor diesen Folgen gewarnt. Der erste Monat, in dem ich mir nicht ständig Sorgen machte, ob meine Periode kommen würde oder nicht, war wie eine Wiedergeburt. Wir entdeckten auch, dass wir einander helfen konnten, aber das ist ein anderes Thema.
Ein paar Jahre später wurde ich wirklich sexuell aktiv und finde es seitdem ziemlich schön. Gruppendruck gab es für uns kaum - außer voneinander. Vielleicht haben wir gehandelt wie bei einer Mutprobe. Unsere Freunde waren natürlich so empfänglich wie nur möglich, hatten aber kaum mehr Druck gemacht, als hier und da mal zu fummeln und sich ab und zu mit der Hand befriedigen zu lassen. Das behütete, religiöse Umfeld der Hebriden verhinderte offenen Druck weitgehend, doch in späteren Jahren war ich überrascht zu entdecken, wie viele andere Frauen (vielleicht ein Jahr oder so später) dasselbe erlebt haben.
In weltoffeneren Umgebungen ermutigen nicht nur die Jungen (sie haben aus ihrer jugendlichen Macho-Sicht schließlich alles zu gewinnen), sondern oft auch die sexuell aktiven Mädchen ihre Altersgenossinnen, es zu tun. Es ist oft peinlich, dagegenzuhalten. Das könnte deine eigene Unwissenheit oder Unerfahrenheit verraten. Den Jungen gegenüber sollte die Antwort etwa so lauten: “Bist du bereit, Papa zu werden?” Mit den Mädchen gibt es oft mehr Gelegenheit, über die eigentlichen Themen zu sprechen.
Wenn sie wirklich Freundinnen sind, werden sie bereit sein, dieses Gespräch zu führen. Wenn nicht, warum nimmst du dann ihren Rat an? Die beste Antwort an eine andere Frau in deinem Alter ist die Frage, was sie wirklich vom Sex hat? Für die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen um die fünfzehn, sechzehn lautet die ehrliche Antwort schlicht: ständige Angst. Angst vor einer Schwangerschaft; Angst vor Krankheiten; Angst, dass die Familie es herausfindet; Angst vor dem Ende der Beziehung; Angst vor Gerede; Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit. Ihre Antworten: Wir benutzen jedes Mal ein Kondom; niemand wird reden; er liebt mich; ich liebe ihn; er würde nicht im Traum daran denken, es mit einer anderen zu tun; ich lerne, eine Frau zu sein; ich tue es, also muss ich erwachsen sein. Von 100 Frauen an deiner Schule, die sich auf Kondome verlassen, werden im nächsten Jahr etwa 13 schwanger, weil Kondome oft nicht ganz richtig benutzt werden; bei jedes Mal korrekter Anwendung wären es nur etwa 2. Von zehn sexuell aktiven Jugendlichen trägt eine Person eine oder mehrere sexuell übertragbare Krankheiten in sich. Weniger als fünf Prozent dieser Teenagerbeziehungen führen irgendwann zu Ehe und Lebenspartnerschaft. Jede sexuell aktive Mitschülerin, die du hast, hat schon in einer Toilettenkabine gesessen und geweint, während sie auf ihren fleckenlosen Slip starrte. Und die Jungen? Viele kommen bei einem Date einfach ein paar Mal und können es kaum erwarten, ihren Punktestand zu verkünden. Ich hasse Männer nicht; ich liebe sie. In dieser Teenager-Subkultur ist es einfach so.
Vielleicht bist du bereit für sexuelle Entladung, aber das heißt nicht, dass du bereit für vollzogenen vaginalen Sex bist.
Sozial
Eine Schwangerschaft wird bei einer verheirateten 26-Jährigen erwartet; bei einer unverheirateten 26-Jährigen ist sie eben Pech; bei einer 19-Jährigen gilt sie als leichtsinnig und promisk; bei einer 16-Jährigen als Katastrophe. Nichts davon ist zwangsläufig zutreffend, aber so wird es gesellschaftlich wahrgenommen. Es prägt die Haltung der Menschen um dich herum und wie sie dich behandeln.
Auf einer anderen Ebene überrascht es niemanden, wenn bekannt wird, dass eine unverheiratete Frau in ihren 20ern sexuell aktiv ist. Zum Glück gilt das heute als völlig akzeptabel und als ihre Sache; sie weiß, was sie tut, und ist für ihr eigenes Handeln verantwortlich. Dass eine 19-Jährige sexuell aktiv ist, wird meist ignoriert. Solange sie nicht schwanger wird, kann die Familie die Anzeichen und die Realität übersehen und hoffen, dass sie weiß, was sie tut. Dass eine 16-Jährige aktiv ist, bleibt ein Grund zur Sorge. Und alle Folgen trägt die ganze Familie mit, nicht nur die junge Frau.
Sieht man es dir an? Nun, nein, ohne Hymen siehst du nicht anders aus als mit Hymen - nicht einmal auf dem Untersuchungstisch. Aber ja, es gibt starke Hinweise, die in deinem Freundeskreis, deiner Familie, deiner Schule und sogar bei Menschen, die du nicht kennst, große Sorge auslösen können. Die Jungen, mit denen du ausgehst, senden eine Botschaft; die Mädchen, mit denen du abhängst; die Orte, an denen man dich sieht. Ich lebe in einer sehr kleinen Stadt, in der fast alle von den meisten anderen erkannt werden, die hier wohnen. In einer größeren Stadt entspräche das einem Viertel, und das Wissen über Familien, Menschen und Orte ist ungefähr dasselbe. Wenn ich um Mitternacht ein Paar einen Weg entlanggehen sehe, ziehe ich durchaus meine Schlüsse. Ich weiß, was in der Wanderhütte am anderen Ende dieses Wegs passiert. Wenn es zwei 18-Jährige sind, finde ich es vielleicht sogar ein bisschen lustig; wenn es zwei 16-Jährige sind, mache ich mir vielleicht Sorgen. Wäre das 14-jährige Kind der Person, mit der ich zusammen bin, dabei, würde ich wahrscheinlich außer mir geraten. Ähnliche Schlüsse werden oft gezogen.
Ich erinnere mich an eine sehr beliebte junge Frau auf der Insel, auf der ich aufgewachsen bin, die schwanger wurde. Das war in einer sehr eng verbundenen Gemeinschaft. Sie und ihr Freund waren beide 17. Ich vermute, dass jede Mutter auf der Insel ihren Kindern (mich eingeschlossen) verboten hat, jemals mit einem ihrer jüngeren Geschwister auszugehen. Wilde Annahmen und Schlüsse, aber trotzdem real. Die ganze Familie wird über einen Kamm geschoren. Vor fünfzig Jahren hätte man sie weggeschickt, das Baby zur Adoption freigegeben, und nach außen hätten alle die ganze Sache ignoriert. Hinter zugezogenen Vorhängen hätte jede Familie über die Situation getuschelt. Familien sind umgezogen, um dem Stigma einer schwangeren Tochter zu entgehen; andere werden zwar geduldet, aber ausgegrenzt.
Innerhalb der Familie lässt sich das "Geheimnis" deines Sexlebens unmöglich bewahren. Jede Frau, die Mutter ist, hatte schon ein paar Begegnungen mit Sperma und erkennt es sofort - den Geruch, das Aussehen, die Steifheit des Stoffs, auf dem es ist. Slipeinlagen, die zu ungewöhnlichen Zeiten im Mülleimer liegen, fallen auf; Spermizide haben einen typischen Geruch. Deine Mutter ignoriert es vielleicht; vielleicht tobt sie; wissen wird sie es.
Die finanzielle Last eines Kindes trägt eine 26-Jährige selbst und wahrscheinlich allein; bei einer 16-Jährigen werden die Eltern die Kosten tragen. Das Risiko, das eingegangen wird, ist nicht nur dein eigenes (auch wenn das an erster Stelle stehen sollte), sondern ein Risiko für die ganze Familie - Eltern und Geschwister. Unsere gedachte 26-Jährige wird ein drastisch verändertes Leben haben (ob sie verheiratet ist oder nicht), aber ein sehr gut zu bewältigendes. Alleinerziehende Mütter sind nicht ungewöhnlich, und es gibt Unterstützungssysteme für sie - Kinderbetreuung, Krankenversicherung, Babysitting, einen verständnisvollen Freundeskreis und oft eine verständnisvolle Familie. Unsere gedachte 16-Jährige steht vor ganz anderen Herausforderungen. Ihr soziales Leben ist für mehrere Jahre im Grunde vorbei. Ihre eigene Ausbildung wird schwieriger, wenn sie überhaupt möglich ist. Die Last, die auf ihren Eltern liegt, wird sehr hoch sein.
OK, was will ich also sagen. Die Antwort gehört jeder Frau selbst. Die Hälfte aller Frauen wird zwischen dem 18. und dem 20. Geburtstag sexuell aktiv. Vielleicht ein Viertel fängt früher an, und das andere Viertel wartet länger. Mit 25 gibt es relativ wenige Jungfrauen, aber es gibt sie durchaus. Es scheint also, dass die meisten von uns ihre Möglichkeiten abgewogen haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass wir in unseren sehr späten Teenagerjahren bereit sind. In der Soziologie würde man das "normal" nennen, also das, was die meisten Menschen tun. Ich habe genug Vertrauen in Frauen, um zu glauben, dass die meisten dieser Frauen sich entschieden haben, bis zu diesem Alter Jungfrau zu bleiben, und sich entschieden haben, in diesem Alter aktiv zu werden. Es ist kein Zufall, dass Frauen in der gesamten industrialisierten Welt (Japan ist die einzige Ausnahme) diese Entscheidung treffen. Sie sind auch in einem Alter, in dem sie die Risiken und die Schritte, die nötig werden könnten, bedacht haben. Ihre Augen sind offen. Es ist kein Zufall, dass manche länger warten; sie sind einfach noch nicht bereit für diesen sehr ernsten Sprung. Jünger, das macht mir Sorgen. Es gibt nicht genug gesammelte Erfahrung, eigene und aus dem Lernen von anderen, um ein kalkuliertes Risiko einzugehen.



